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Mittwoch, Juli 24, 2024
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Welcome in Hoffmanns privatem Gruselkabinett

Bocholt. Grusel, Horror, das mögen die Hoffmanns aus Bocholt. Entsprechend ist Halloween in der Familie ein ganz besonderes Fest. Und daran dürfen gerne auch mal Besucher teilhaben, wenn sie ganz lieb anklopfen. Längst hat ihr Haus an der Arndtstraße 19 zu Halloween Kultstatus erreicht. Mit viel Liebe zum Detail verwandeln sie dieses alljährlich in ein Horrorkabinett. Die Erwachsenen schreien. Die Kinder auch. Und die Nachbarn? Die schreien mit oder sitzen die Horrortour dann doch lieber aus.

Der Schaukelstuhl steht bereit. „Wir sind ja noch nicht fertig, aber am 31. Oktober sitzt da wer drin und wird für Schrecken sorgen“, lacht Pascal Hoffmann. Gemeinsam mit seiner Frau Christina und Schwester Yvonne baut er Jahr für Jahr das Hoffmannsche Gruselkabinett auf. Etliche Schreckensgestalten haben sie bereits gesammelt. Und alle kommen auch 2022 wieder zum Einsatz. Es gibt aber auch immer wieder Neues zu entdecken.

„Wir sind eben ein bisschen verrückt!“

Warum man all die Mühen auf sich nimmt. „Naja, wir sind eben ein bisschen verrückt“, grinst Pascal Hoffmann. Nun, ein bisschen Spaß und gute Laune darf in Zeiten wie diesen doch gerne sein. Und wenn der Spaß mit Angstschreien einhergeht, umso besser. „Wir schalten ja immer einen Tag vor Allerheiligen das Licht an“, verrät der Bocholter. „Und dann klopft es bei uns relativ oft an der Türe. Anfangs waren es die Nachbarkinder, die unbedingt in unser Garden of Horror wollten. Inzwischen haben wir schon echte Fans, die uns jedes Jahr besuchen.“ Auf die Frage, wer am lautesten schreit, grinst Hoffmann: „Die männlichen Besucher, eindeutig. Und ansonsten all diejenigen, die draußen sonst die größte Klappe haben.“

Puppen, Gräber und Skelette

Puppen, Spiegel, Grabmäler, Skelette – das Hoffmannsche Gruselkabinett hat richtig was zu bieten. Man könnte den Garden of Horror fast schon als Movie Park for one day bezeichnen. In jeder Ecke, in jedem Winkel steckt die Liebe zum Detail drin. Natürlich ist Halloween eine reine Geschmacksache, aber wer sich gerne gruselt, der kommt hier definitiv auf seine Kosten. Und damit jede Puppe funktioniert braucht es viele Batterien.

Neue Dekos und Batterien über Spendengelder

„Wer uns besucht, der lässt für den Spaß gerne auch eine Spende da“, freut sich Pascal Hoffmann. „Mit dem Geld können wir wieder neue Horrorpuppen und Dekorationen kaufen. Das ist natürlich klasse. Denn unser Garden of Horror ist uns mit den Jahren schon echt ans Herz gewachsen.

ER hat jetzt einen Namen

Seit 2017 herrscht Gruselstimmung an der Arndtstraße in Bocholt. Schon jetzt lässt der Vorgarten der Hoffmanns erahnen, was im hinteren Teil des Gartens noch wartet. Beim Gang durch die Garage taucht der Besucher ein in eine Nebelbank. Hängt dort nicht ein Bild. Ja! Aber, Hilfe – wer ist das? Wenige Schritte weiter steht der Zeitlose. Eigentlich hat die Horrorfigur keinen Namen. Das hat sich auf dem Besuch der Bocholter Reporterin aber geändert. Jetzt hat er einen. Und der Zeitlose kennt kein Pardon. Er brüllt und leuchtet. Und selbst wer vorgewarnt ist, hat keine Chance. Man erschrickt sich einfach.

Schlachtbank, Axt und Blut

Dann fällt der Blick auf die Schlachtbank. Messer, Axt, Blut – es fehlt wirklich an nichts. Rund 80 Stunden benötigen der 38-Jährige, seine Frau und seine Schwester für den Aufbau. Und als wir die Hoffmanns am 24. Oktober besuchen, zeigt sich schnell, dass die 80 Stunden noch lange nicht verbraucht sind. Es gibt noch viel zu tun. Aber das Bier ist schon da. „Um 18 Uhr geht das Licht an, dann geht die Horrorreise los“, freut sich Pascal Hoffmann. Im Anschluss an die Gruseltour treffen wir uns mit Freunden und Bekannten in unserer Gartenlaube. Und dann wird das Event ausgiebig gefeiert.“ Es gibt aber nicht nur Bier. Gemäß dem Motto Süßes oder Saures gibt es für die kleinen Besucher zu Halloween Süßigkeiten. Für Saures sind bei den Hoffmanns wohl eher die einzelnen Gruselacts zuständig.

Gesonderte Einladung an Änne Internäschenäl

„In diesem Jahr haben wir eine gesonderte Einladung verschickt“, schmunzelt der Gruselfan. „Wir haben Bocholts Kunstfigur Änne Internäschenäl gefragt, ob sie sich auf unsere Schlachtbank traut. Wir sind sehr gespannt und halten natürlich einen Frotteeslip parat. Falls sich die Gute vor Angst mal in die Hose machen sollte.“ Na, ob Änne kommt, man weiß es nicht. Die Freunde und Fans aber auf jeden Fall.

Dickes Danke an unsere Freude

„Ohne das Mitwirken unserer Freunde wäre das House of Horror gar nicht umsetzbar“, gibt der Familienvater offen zu und lacht: „Gut, dass wir viele derer haben und alle irgendwie genauso durchgeknallt sind im Kopf wie wir.“

Hinweis der Familie Hoffmann: Wer anklopfen möchte, möge zuvor doch sein Auto dort abstellen, wo reichlich Platz ist. Und Parkplätze gibt es am Aasee oder auch am Textilmuseum.

Gabi Frentzen
Gabi Frentzen
Gabi Frentzen alias Bocholter Reporterin