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Dienstag, Mai 21, 2024

Zu Besuch bei der Tischlerei Görg in Dorsten

Zahlreiche Menschen, die bei einer Fahrt durch Dorsten die Tischlerei Görg an der Baldurstraße 60 passieren, werden sich schon gefragt haben, was hier wohl produziert werden könnte. Das riesige Areal mit den großen Gebäuden will so gar nicht zu dem Bild passen, das man sich gemeinhin von einer Tischlerei macht. Grund genug, um dort einmal einen Zwischenstopp einzulegen und einen Blick hinter die Kulissen des Familienbetriebs zu werfen. Eines können wir bereits jetzt vorwegnehmen. Wir waren mehr als beeindruckt.

Das vielfältige Portfolio der Tischlerei Görg

  • Privatpersonen
  • Ladenbau
  • Innenausbau
  • Messebau
  • Küchen
  • Friseureinrichtungen
  • Bäckereieinrichtungen
  • Gastronomie
  • Arztpraxen

Der direkte Weg zur Tischlerei Görg: www.ttg-ladenbau.de

Vielfältige Materialien

Das erste Bild, das sich uns beim Gedanken an eine Tischlerei aufdrängte, können wir sofort wieder verdrängen. Natürlich ist Holz eines der wichtigsten Materialien, mit denen auch heute noch gearbeitet wird. Doch es ist längst nicht mehr das einzige. „Es kommt sozusagen jedes Material zum Einsatz“, erklärt uns Philip Görg, bei unserem Besuch. Ob mit Steinen, Kunststoffen, Metallen oder Glas gearbeitet wird, richtet sich nach dem zu fertigenden Produkt und natürlich auch nach dem Kundenwunsch. Sogar Bepflanzungen kommen zum Einsatz. Das sieht nicht nur gut aus, es beeinflusst auch das Raumklima, denn die Pflanzenwände agieren als natürliche Luftbefeuchter.

Im ständigen Austausch mit den Kunden

Diese Vielfalt bei der Produktion ist natürlich kein Zufall, sondern ein Ergebnis des komplexen Leistungsportfolios. Das erstreckt sich bei der Tischlerei Görg vom Laden- über den Messebau und Friseureinrichtungen, Bäckereieinrichtungen bis hin zur Ausstattung von Arztpraxen und gastronomischen Betrieben. Natürlich sind auch Privatpersonen willkommen.

Um sich in derart vielfältigen Bereichen einen guten Namen zu erwerben, muss man gut aufgestellt sein. Dass man sowohl in technischer Hinsicht als auch bei den verwendeten Materialien stets auf dem neuesten Stand sein sollte, ist für das Team um die drei Geschäftsführer Thomas und Philip Görg sowie Joachim Knafla eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus setzt man auf eine offene Kommunikation und einen regelmäßigen Kontakt mit den Kunden. Ein wichtiger Faktor dabei ist die ständige Erreichbarkeit. Die Suche nach individuellen Lösungen ist ein weiteres Kriterium für den Erfolg. Das setzt bei der Beratung und Planung an und erstreckt sich über die Fertigung bis hin zur Montage. Zufriedenstellende Arbeiten sind die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterempfehlung.

3D-Visualisierungen für große Objekte

Während es bei der Fertigung und Montage in erster Linie auf handwerkliche Fertigkeiten und eine moderne technische Ausstattung ankommt, ist bei der Beratung und Planung Kreativität gefordert. Ein Team aus Designern, Architekten und Tischlermeistern arbeitet daran, die Kundenwünsche bis ins Detail zu erfüllen. Damit die Kunden sich das Endergebnis möglichst plastisch vorstellen können, werden für die Designentwicklung Handperspektiven entwickelt. Nach den Detailbesprechungen werden für große Objekte 3D-Visualisierungen erstellt. Mit einer VR-Brille können die Kunden so bereits vor der Fertigung die zukünftigen Räumlichkeiten erkunden.

Moderne Computertechnik kommt auch bei der Produktion zum Einsatz. Mit einem CAD-Programm können Maschinen wie die Plattensäge und die CNC angesteuert werden.

Mitarbeiter und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Nahezu 20 Jahre ist es her, dass Thomas Görg den Schritt in die Selbständigkeit gewagt hat. Seither hat sich einiges verändert. Auch im Tischlerhandwerk. „Während damals eher praktische Erwägungen im Vordergrund standen, z. B. ob die Möbel funktional und die Abläufe in der Küche gut ausgewählt sind, geht es heute mehr um die Optik und das Design. Dabei werden manchmal sogar Nachteile bei der optimalen Funktion in Kauf genommen. Das A & O heutzutage ist allerdings die Nachhaltigkeit der Materialien.“

Für die Fähigkeit, Kundenwünsche in Produkte umsetzen zu können, muss ein Unternehmen auch personell optimal aufgestellt sein. Kompetenzen spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle, wie gegenseitiges Vertrauen unter den Mitarbeitern. Die Basis dafür sind Kommunikation, Transparenz und Ehrlichkeit sowie ein offenes Ohr für den Nachwuchs.

„Bei uns liegt der Altersdurchschnitt bei unter 30 Jahren,“ freut sich die Geschäftsführung. „Es macht uns stolz, dass unser Unternehmen auch für junge Menschen so attraktiv ist!“

Erweiterung kurz vor der Pandemie

Mit der Zeit gehen an der Baldurstraße nicht nur die Kundenwünsche, sondern auch das Unternehmen selbst. 2019, unmittelbar vor Ausbruch der Pandemie, wurden die Kapazitäten deutlich erweitert. Auf zusätzlichen 14.000 qm Grundstück entstanden neue Produktionsflächen auf 600 qm und weitere Lagerflächen auf 1.500 qm. Schritt für Schritt wird das Grundstück weiter erschlossen, um es bestmöglich nutzen und für die Kunden ansprechend gestalten zu können.

Auf der verbleibenden Fläche entstehen Kunden- und Mitarbeiterparkplätze. Dazu werden kleinere Räumlichkeiten an andere Firmen vermietet.

Der nächste Schritt in die Zukunft ist für 2023 geplant. Gemeinsam mit dem Partner Interpartner Bächle GmbH entsteht an der Friedrichstraße 200 in Berlin-Mitte ein Verkaufs- und Beratungsbüro als zweiter Standpunkt.

Auch wenn die Erweiterung heute nach einer reibungslosen Entwicklung aussieht, hat sie doch zu Beginn der Pandemie für zahlreiche unruhige Momente gesorgt. So kam der Messebau weitgehend zum Erliegen. Damals erwies sich die Entscheidung als richtig, das Unternehmen möglichst breit aufzustellen. So konnten Privatkunden auch weiterhin mit Möbeln und Küchen beliefert werden. Zudem nutzten zahlreiche Friseursalons die Lockdowns für Umbaumaßnahmen. Das stärkte auch der Tischlerei Görg in dieser Phase den Rücken. Zudem gab es von Architektenseite große Unterstützung.

Kreativität und Teamgeist sind gefordert

Vom zunehmenden Fachkräftemangel ist bei der Tischlerei Görg übrigens nichts zu spüren. Alljährlich bietet das Unternehmen Ausbildungsplätze an, die gefragt sind. Anders als in einigen anderen Branchen, hat das Tischlerhandwerk kein Imageproblem, sondern übt eine besondere Faszination aus. Joachim Knafla hat dafür eine einleuchtende Erklärung: „In unserem Beruf, sieht man, was man geschaffen hat. Man gestaltet den Weg vom Rohmaterial zum fertigen Produkt, z. B. Möbeln, oder von Einzelstücken zu kompletten Wohn- und Ladeneinrichtungen oder Messeständen.“

Dazu kommen der Teamgeist und der ständige Kontakt mit Kunden oder anderen Gewerken wie Klempnern, Elektrikern und weiteren Handwerkern. Auch Kreativität und Teamgeist sind gefordert. Besonders spannend findet Thomas Görg, „wie das Tischlerhandwerk in verschiedensten Ländern unterschiedlich vorangeht und auch die Endprodukte verschiedene Stile besitzen.“

Mittlerweile steht Firmengründer Thomas Görg mit seinem Sohn Philip und seinem Neffen Joachim Knafla bereits die nächste Generation zur Seite. Gemeinsames Ziel ist es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern und die Kunden bestmöglich zu betreuen und zufriedenzustellen.

Baldurstraße 60
46284 Dorsten
Telefon: 02362/94400
Fax: 02362/944015
E-Mail: [email protected]

www.ttg-ladenbau.de

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