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Sonntag, März 3, 2024
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Das große Spiel mit dem fiktiven Geld

Bocholt. Am 31. Januar 2023 endete der diesjährige Planspiel Börse Wettbewerb der Sparkasse für rund 96.000 Schüler, Studierende und Azubis. Auch in der 40. Jubiläumsspielrunde konnten sich alle Teilnehmenden über 17 Wochen in klassischen und nachhaltigen Anlagestrategien üben und dabei grundlegendes Börsenwissen gewinnen.

Die Jugendlichen haben bei dem Planspiel Börse die Möglichkeit, Kompetenzen im Umgang mit Geld einzuüben, sowie verschiedene Anlageformen und deren Bedeutung für eine persönliche Finanzplanung kennenzulernen. Engagierte Lehrer von fünf weiterführenden Schulen in Bocholt haben das Angebot der Stadtsparkasse angenommen und die Schüler für das Planspiel angemeldet.

Per App Börsengeschäfte getätigt

Die Schüler hatten sich in Teams von zwei bis vier Teilnehmern zusammengeschlossen und per App ihre Börsengeschäfte getätigt. 50.000 Euro hatte jedes Team als virtuelles Startkapital zur Verfügung. Unter dem Eindruck der Energiekrise, des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und steigender Inflation setzten die Teilnehmenden in diesem turbulenten Börsenjahr vor allem auf die US-Riesen Amazon, Tesla sowie Apple und investierten branchenübergreifend auch in Adidas und Microsoft.

Für 1,2 Millionen Aufträge

Die Teilnehmenden schlossen dieses Jahr insgesamt rund 1,2 Millionen virtuelle Aufträge mit einem Gesamtumsatz von fast vier Milliarden Euro ab. Aus dem Geschäftsgebiet der Stadtsparkasse Bocholt nahmen 150 Schülerinnen und Schüler an dem Börsenspiel teil. In insgesamt 58 Teams haben sie gemeinsam Aktien gekauft und verkauft. Die Stadtsparkasse hat die besten Teams ausgezeichnet.

Was bei der Geldanlage zählt

Beim Planspiel Börse werden nicht nur die Teams mit der höchsten Depotgesamtwertung, sondern auch die Teams mit den nachhaltigsten Geldanlagen prämiert. Die Stadtsparkasse Bocholt verlieh den drei erfolgreichsten Teams der Spielrunde in beiden Wertungen Gutscheine im Gesamtwert von 450,00 Euro.

BK am Wasserturm ganze vorne

Zum Spielende der 40. Runde setzte sich das Team „NelAsAlong“ vom Berufskolleg am Wasserturm gleich zweimal durch. Das Team gewann nicht nur bei der Gesamtdepotwertung mit einem Wert von 61.189,16 Euro, sondern belegte auch den ersten Platz in der Kategorie „Nachhaltigkeit“. Da eine Gruppe aber nicht beide Preise gewinnen darf, ging der Nachhaltigkeitspreis an eine weitere Gruppe. Auch wenn nur mit fiktivem Geld gespielt wurde, zahlt sich der Erfolg aus: „NelAsAlong“ bekommt 400 Euro für den 8. Platz im Sparkassenverband Westfalen-Lippe und noch einmal einen 100-Euro-Gutschein für den 1. Preis der Stadtsparkasse Bocholt.

Platz 2 für das Team vom Kapu

Den zweiten Platz, belegte das Team „bwl-studenten“ vom St. Josef Gymnasium mit einem Depotwert von 61.076,38 Euro und den dritten Platz erzielte das Team „The Lost of Wall Street“ vom Mariengymnasium mit einem Gesamtdepotwert von 55.920,95 Euro. In der Nachhaltigkeitswertung werden speziell die Erträge mit nachhaltig eingestuften Wertpapieren ausgewertet.

„StenernistdieMacht“ ebenfalls Platz 1

Dort belegte das Team „StenernistdieMacht“ vom Euregio-Gymnasium mit einem Nachhaltigkeitswert von 2.591,37 Euro den ersten Platz. Den zweiten Platz erreichte das Team „Team2mitHeta“ vom Berufskolleg am Wasserturm mit einem Wert von 1.221,83 Euro. Auf dem dritten Platz des Nachhaltigkeitswettbewerbs steht das Team „Happy Credit“ vom Mariengymnasium, mit einem Nachhaltigkeitswert von 1.073,58 Euro.

Zum Vergleich

Im letzten Jahr lag der Wert des Erstplatzierten im Depotwert bei 52.116 Euro und in der Nachhaltigkeitswertung bei knapp 900 Euro. Zur Siegerehrung in der Stadtsparkasse Bocholt hießen Markus Klötgen (Abteilungsleiter Unternehmenskunden/ Private Banking) und Planspielbetreuerin Julia Bergerfurth (Öffentlichkeitsarbeit) die sechs Gruppen herzlich willkommen, gaben einen Überblick über den Verlauf des Planspiels und prämierten die erfolgreichen Spielerinnen und Spieler mit Gutscheinen, Geldpreisen und Urkunden.

Gabi Frentzen
Gabi Frentzen
Gabi Frentzen alias Bocholter Reporterin