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Donnerstag, April 18, 2024

Frühlingszeit – Start in die Grillsaison

Der Frühling hat begonnen, es ist abends länger hell und auch die Temperaturen lassen uns nicht mehr ins Haus flüchten. Das ist der richtige Moment, um wieder einmal den Grill anzuwerfen und gemütliche Stunden auf Terrasse oder Balkon zu verleben.

Während die Zubereitung von Speisen über dem Feuer Jahrtausende alt ist, ist uns heute so vertraute Grillen noch relativ jung. Mobile Grills, die das Braten von einer festen Herdstelle unabhängig machten, wurde vor allem in Amerika weiterentwickelt.

Hier war auch das Wort Barbecue entstanden. Die Mexikaner nannten so ein Kochgerüst, das von den Ureinwohnern auch heute noch zum Garen genutzt wird. Im Lauf der Jahrhunderte wurde mit Barbecue dann das gemeinschaftliche Grillerlebnis bezeichnet, das heute oft als BBQ abgekürzt wird. Amerikanische Truppen brachten dieses Hobby nach dem Krieg nach Europa, wo es immer beliebter wurde. Dabei haben sich viele verschiedene Möglichkeiten entwickelt, die wir hier einmal vorstellen möchten.

Grillen mit Kohle

Das Grillen mit Holzkohle ist für viele Menschen immer noch der Inbegriff des gemütlichen BBQ. Für Einsteiger sind die günstigen Preise, die einfache Handhabung und der typische Grillgeschmack beim Essen klare Vorteile. Insbesondere Kugelgrills erfreuen sich in den vergangenen Jahren wachsender Beliebtheit. Durch die dazugehörige Haube kann man das Grillgut besser warm halten, den Rauch besser lenken und auch einen gewissen Ofeneffekt erzielen. Für den optimalen Geschmack kann man auch verschiedene Holzkohlesorten ausprobieren, so schmeckt Lachs etwa mit Buchenkohle am besten. Die vergleichsweise lange Anzündzeit wird von vielen Grillern gar nicht als Nachteil empfunden. Sie nutzen die Zeit, um mit ihren Freunden zu reden oder schon einmal das erste Bier zu trinken.

Grillen mit Gas

Viele fortgeschrittene Griller schwören auf ihren Gasgrill. Besonders beliebt ist diese Brennstoffart durch die schnelle Hitzeentwicklung, die genau einstellbare Grilltemperatur und die fast rauchfreie Zubereitung. So sind auch kleinere Portionen schnell gegrillt. Das manchmal bemängelte geringere Raucharoma wird durch eine gesündere Zubereitung ausgeglichen.

Smoker

Eine Sonderform beim Barbecue ist der sogenannte Smoker. Durch die fassartige Garkammer und den kleinen Kamin sehen sie kleinen Lokomotiven ähnlich und erhalten so einen unverwechselbaren Look. Das Grillgut wird hier nicht durch direkte Hitze über einer Wärmequelle gegart, sondern durch indirekte Hitze und Rauch in der Garkammer. Das dauert deutlich länger, liefert aber besonders zartes Fleisch und schonend gegartes Gemüse. Ein Bonus ist das intensive Raucharoma, das von vielen Grillfreunden besonders geschätzt wird.

Vegetarisches Grillen

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen man für Grillgemüse ausgelacht wurde. Nicht nur Vegetarier haben schon lange die vielen leckeren Möglichkeiten erkannt, mit denen sich Gemüse als Hauptgericht oder Beilage auf dem Grill zubereiten lassen. Dabei kann man das Gemüse etwa auf einem Grillspieß anordnen oder in einer Grillschale aus Metall mitgaren. Immer beliebter wird auch die sogenannte Plancha, eine aus Spanien stammende Grillplatte, auf der man auch feines Gemüse problemlos zubereiten kann.

Dutch Oven

Eine rustikale Art der Zubereitung ist das Kochen im Schmortopf, dem sogenannten Dutch Oven. Diesen kann man ganz klassisch über das Lagerfeuer hängen, aber auch einfach auf den Grill stellen. In dem vielseitigen Gefäß zaubern Grillfans von Brot über Pudding und Eintopf bis hin zu aufwändigen Wildgerichten alles, was man sich vorstellen kann. Auch einen süßen Nachtisch nach dem „klassischen“ Grillen kann man hier problemlos zubereiten.

Gutes Fleisch aus der Region

Was nutzt der beste Grill, wenn man darauf nur das billigste Discounterfleisch verbrutzelt? Fleisch sollte keine Wegwerfware sein, sondern eine bewusst genossene Delikatesse, die aus möglichst tier- und umweltschonender Erzeugung stammt. Das kommt am Ende allen zugute – den Tieren, dem Klima und auch den Menschen.

Welches Fleisch nun von hoher Qualität ist und welches nicht, ist oft nicht leicht zu erkennen. Auch sind viele noch so bunte Labels auf den Produkten irreführend oder nichts-sagend, wenn es sich nicht gerade um anerkannte Biosiegel handelt.

Einer der einfachsten Wege zum besseren Fleischkonsum ist es daher, sich einen regionalen Erzeuger seines Vertrauens zu suchen. Höfe und Fleischereien, die auf Tierwohl Wert legen, geben den Verbrauchern gerne Auskunft über die Herkunft und die Haltungsbedingungen. Sie geben auch gerne Tipps zur Zubereitung oder erklären, wie man das Fleisch gelagert oder veredelt hat. Auch die kurzen Transportwege sprechen für regionale Erzeugung und schonen das Klima.

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